Do it yourself – by bookahontas #2

Meanwhile

Während ich zuhause Sitz und warte, dass was passiert,
Gehst du raus und zeigst dich der Welt, dich und deine Genialität.

Ich Guck Serien, einer nach der anderen und warte, dass was passiert.
Du gehst raus verzauberst sie mit deinem Lächeln, deinem Glanz.

Ich sag mir, dass es bald besser wird und warte, dass was passiert.
Du bist in deinem Element und überzeugst mit deiner Stärke und Sympathie.

Während ich zuhause Sitz und warte neu geboren zu werden,
Bist du draußen und zeigst Ihnen deine Lebensfreude.

– by bookahontas

Träume, Sehnsüche & Sucht

Fang niemals an zu träumen, denn du wirst dich nur verlieren. Die reale Welt wird aufgegeben, der Alltag ist nicht mehr gut genug. Harmlos fängt es an, prägt sich aus: Begeisterung, Euphorie, Sucht, Neid. Was würde man dafür geben, in einer anderen Welt leben zu dürfen. Innerlich fängt es an dich zu zerstören, es frisst ein Loch, größer und größer. Leerer und leerer. Mit nichts zu füllen, außer Wunschgedanken, die dich gleichzeitig zerreißen. Und irgendwann steht man allein da, auf eiskaltem Entzug. Der Stoff ist alle, die letzte Seite verschlungen, hilflos. Erste Erscheinungen treten auf. Pure Verzweiflung, blanke Sehnsucht nach etwas, das nicht existiert. Traumschlösser aus Schatten, die dazu verlocken sich hängen zu lassen. Zerfallen. Das, was man haben will, gibt es nicht. Alles erscheint grausam, nicht gut genug, langweilig. Dabei ist man zu höherem bestimmt! Oder? Nein, ist man nicht. Man ist lediglich in eine Falle getappt. Wie ein Insekt im Spinnennetz, kommt man nicht hinaus. Klebt fest. Wünsche und Träume sind doch was positives, sagen sie. Stimmt nicht, sage ich, denn sie machen dich mehr kaputt, als eine klare Niederlage oder Absage. Du kannst nicht mit etwas abschließen, was dein Zuhause war. Etwas, wo du dich wohlgefühlt hast. Etwas, was nicht mal existiert. Noch viel Spaß, denn du bist allein und niemand kann dir helfen. Du wirst nie das bekommen, was du wirklich begehrst. Noch ein schönes, unvollkommenes Leben. Und herzlichen Glückwunsch an alle Autoren, die mich geködert haben. Die mir eine Welt geboten haben, die ich mehr liebe, als die unsere.

Do it yourself – by bookahontas #1

Time 
Und ich sehe zu,
Wie der Sekundenzeiger schleicht
Wie immer auf dem selben Pfad
Dreht er seine Kreise
Sehe ich zu.
Und ich schaue zu,
Wie der Stundenzeiger rast
Wie immer auf dem selben Pfad
Dreht er seine Kreise
Schaue ich zu.
Und ich sehe zu,
Wie die Zeit vorbei zieht
Immer auf einem anderen Pfad
Nimmt sie ihren Lauf
Schaue ich machtlos zu.
– by bookahontas

Dieses Mal, nach langer Zeit, etwas von mir persönlich. Haut in die Tasten, freue mich auf eure Kritiken!
❤ bookahontas

bookahontas‘ Specials – Top or Flop? #1: City of Bones

Ach ja, die gute Cassandra Clare hat die junge Mädchen-Fantasy-Fangemeinde schon mit ihren Büchern stark bereichert. Allerdings teilen sich die Meinungen ziemlich stark über ihre Werke. Viele finden sie zu kitschig, zu undetailliert, hervorsehbar oder gar langweilig. Und dann gibt es da noch die krassen Befürwörterinnen, die sich wahrscheinlich beide Arme abhacken lassen würden um Teil dieser Welt sein zu dürfen. Ich kann beide Seiten sehr gut nachvollziehen, zum einen sind manche Stellen so öde und überflüssig, dass ich nicht verstehen konnte warum es dieses Buch überhaupt geschafft hat zu existieren, aber dann, und jetzt versteht mich bitte nicht falsch, bekommt Cassandra Clare es hin, mich zu verzaubern. Mit ihrer Wortwahl und derart guten Beschreibungen von Gefühlen und ihrer erschaffenen Welt, dass ich alles um mich herum vergessen konnte.

Und nur kurze Zeit später,

habe ich dennoch mal wieder das Verlangen, das Buch an die Wand zu werfen.

Also was sagt ihr, Top or Flop?

bookahontas‘ Specials – Kennt ihr schon? #2

Aus dem Buch letzter Woche (Neonomade):

Alles in allem – Bas Böttcher

Im Kino kann man all das in groß angucken,
was man sonst nur in klein oder gar nicht angucken kann.
Im Kino kann man was erleben ohne sich zu bewegen.
Im Kino kann man Spaß haben auch wenn der Film schlecht ist
Doch das beste am Kino ist, dass auch du ein Teil vom Kino bist.

In Anbetracht dessen und ganz allgemein
kann man sagen im Großen und Ganzen
ist alles in Allem das Kino nicht schlecht
Aber schau mal dagegen: Die Großstadt!

In der Großstadt wohnen hauptsächlich Großstädter.
Aus der Großstadt kann man jederzeit ins ländliche Umland fliehen.
In der Großstadt kann man anonym bleiben, ohne dass es überhaupt jemand bemerkt.
Doch das beste an der Großstadt ist, dass auch du ein Teil der Großstadt bist.

Und außerdem enthält halt
die Großstadt sowieso schon Kino.

In Anbetracht dessen und ganz allgemein
kann man sagen im Großen und Ganzen
ist alles in Allem das Kino nicht schlecht
und auch alles in Allem die Großstadt nicht schlecht
Aber schau mal dagegen: Die Welt!

Die Welt ist so wunderbar, dass sich sogar eine Zeitung nach ihr benannt hat.
Die Welt schenkt uns ihre Schätze, obwohl wir sie täglich mit füßen treten.
Die Welt übt auf alle ihrer Bewohner eine ganz besondere Anziehungskraft aus.
Doch das beste an der Welt ist, dass auch du ein Teil der Welt bist.

Und außerdem enthält halt
die Welt all die Großstädte sowieso und Kino.

In Anbetracht dessen und ganz allgemein
kann man sagen im Großen und Ganzen
ist alles in Allem das Kino nicht so schlecht
Und auch alles in Allem die Großstadt nicht schlecht
Und auch alles in Allem die Welt nicht schlecht
Aber schau mal dagegen: Das Weltall

Das Weltall ist einfach das Größte
Das Weltall ist so wunderbar und unerforscht,
dass man noch nicht einmal weiß, wie wunderbar und wie unerforscht es eigentlich ist.
Doch das beste am Weltall ist, dass auch du ein Teil vom Weltall bist.

Und außerdem enthält halt das Weltall
das Sonnensystem und die Welt all
die Großstädte sowieso und Kino.

In Anbetracht dessen und ganz allgemein
kann man sagen im Großen und Ganzen
ist alles in Allem das Kino nicht schlecht
Und auch alles in Allem die Großstadt nicht schlecht
Und auch alles in Allem die Welt nicht so schlecht
Und auch alles in Allem das Weltall nicht schlecht
Aber schau mal dagegen: Die Liebe!


Wie immer mit Verspätung…tut mir leid, wieder einmal sehr beschäftigt. Hoffe wir sehen uns morgen pünktlich! bookahontas ❤

Buchvorstellung/Kritik #9 – Neonomade

IMG_2336Bas Bötttcher‘s Neonomade ist ein Buch, welches mit den Bühnentexten des Autors gefüllt ist. Hierbei handelt es ich um tiefgründige Lyrik, die sich aus den Komponenten Klang, Zeit  und Sinn zusammen setzt. Bas Böttcher selbst, ist deutscher Schriftsteller und ein sehr bekannter Poetry-Slamer.

Das Buch erschien 2009 im Voland & Quist Verlag. Mit enthalten ist neben den 20 Texten auch eine CD auf der man sich die Inhalte anhören kann.

Zum Inhalt:

Bas Böttcher verpackt, so scheint es, seinen Alltag, seine Probleme und Meinung in diesem Buch. Dennoch befasst sich jeder Text mit einem anderen spezifischem Thema, so dass keine Langeweile aufkommt.

Hier ein exklusiver Ausschnit aus seinem Werk „Diesige Tage“:

An diesigen Tagen wie diesem sitzen wir immer in meim
Zimmer auf der Heizung. Ich les Zeitung und Du schaust raus.
Solln wir in den Regen geh´n oder daheim bleiben
und ein geschmeidigen Reim auf die beschlagene

Scheibe schreiben und beschreiben, wie die nassen
Wassermassen ewig gegen Gehwegplatten prasseln, sich durch
Gassen ergießen und in den Gully fließen, während
wir im warmen Raum die kühlen Schauer genießen.

Meine Meinung:

+: Ich liebe den einzigartigen Stil des Autors! Zu dem finde ich es großartig, wie er seine Angelegenheiten anderen Menschen so gut zugänglich macht, dass jeder sich irgendwie angesprochen und einbezogen fühlt. Ich war wie verzaubert!

:Teilweise ist das Buch zum lesen wirklich etwas holprig, da es halt einfach für die Bühne ausgelegt ist und mit der richtigen Betonung vorgetragen werden muss. Dies ist allerdings kein großes Problem, da ja, wie schon gesagt eine CD enthalten ist.

Empfehlenswert? Für wen?

Für dich.


Interesse?

Leseprobe

Das Buch bei Amazon

Weitere Bücher von Bas Böttcher

bookahontas‘ Specials – Kennt ihr schon? #1

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben stehe.
Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinstem was reißen,
lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehme mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.

Ich halte mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.

Ich würde gern so vieles sagen
aber bleibe meistens still,
weil, wenn ich das alles sagen würde,
wär das viel zu viel.

Ich würde gern so vieles tun,
meine Liste ist so lang,
aber ich werde eh nie alles schaffen –
also fange ich gar nicht an.
Stattdessen hänge ich planlos vorm Smartphone,
warte bloß auf den nächsten Freitag.
Ach, das mach ich später,
ist die Baseline meines Alltags.

Ich bin so furchtbar faul
wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul,
mein Patronus ist ein Schweinehund.

Mein Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spare ich immer –
falls ich´s nochmal brauch.

Und eines Tages, Baby, werde ich alt sein. Oh Baby, werde ich alt sein
und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.

Und Du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester
die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und Ende Dezember stellst Du fest, das du Recht hast,
wenn Du sagst, dass Du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.

Dabei sollte für Dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen,
früher aufstehen,
öfter rausgehen,
mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehen,
für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen.
Aber so wie jedes Jahr,
obwohl Du nicht damit gerechnet hast,
kam Dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft uns auf.
Unser Dopamin das sparen wir immer,
falls wir´s nochmal brauchen.

Und wir sind jung und haben viel Zeit.
Warum sollen wir was riskieren,
wir wollen doch keine Fehler machen,
wollen auch nichts verlieren.

Und es bleibt soviel zu tun,
unsere Listen bleiben lang
und so geht Tag für Tag
ganz still ins unbekannte Land.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein,
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können
und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden,
traurige Konjunktive sein wie

“Ein mal bin ich fast einen Marathon gelaufen
und hätte fast die Buddenbrooks gelesen
und einmal wäre ich beinah bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen
und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen,
und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.”

Werden wir sagen.

Und das wir bloß faul und feige waren,
das werden wir verschweigen,
und uns heimlich wünschen,
noch ein bisschen hier zu bleiben.

Wenn wir dann alt sind
und unsere Tage knapp,
und das wird sowieso passieren,
dann erst werden wir kapieren,
wir hatten nie was zu verlieren –
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

Also lass uns doch Geschichten schreiben,
die wir später gern erzählen.
Lass uns nachts lange wach bleiben,
auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen,
sehen, wie sie zu Boden reisen
und die gefallenen Feste feiern,
bis die Wolken wieder lila sind.
Und lass mal an uns selber glauben,
ist mir egal, ob das verrückt ist,
und wer genau guckt, sieht,
dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und – wer immer wir auch waren –
lass mal werden wer wir sein wollen.
Wir haben schon viel zu lang gewartet,
lass mal Dopamin vergeuden.

“Der Sinn des Lebens ist leben”,
das hat schon Casper gesagt,
“let´s make the most of the night”,
das hat schon Kesha gesagt.
Lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass uns jetzt schon Gutes sähen,
dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun,
weil wir können – und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig,
und das soll ruhig jeder wissen,
und – unsere Zeit die geht vorbei.
Das wird sowieso passieren
und bis dahin sind wir frei
und es gibt nichts zu verlieren.

Lass uns uns mal demaskieren
und dann sehen, wir sind die Gleichen,
und dann können wir uns ruhig sagen,
dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

Also los, schreiben wir Geschichten,
die wir später gern erzählen.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein

und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

-written by Julia Engelmann (Eines Tages, Baby / Reconning Text)


Ich liebe dieses Meisterwerk von Julia Engelmann. Vor allem natürlich der besondere Rhythmus und dann noch die großartigen Metaphern! Auch der Inhalt spricht mich sehr an, er hilft mir manchmal mich aufzuraffen oder mich mehr zu trauen, und ich glaube die Aussage, die er vermittelt ist grade in der jetzigen Zeit für viele sehr wichtig.


Hallo,

hatte viel zu tun in letzter zeit deswegen kommt dieses Special etwas später, sorry. schönes Wochenende euch! ❤ bookahontas

Buchvorstellung/Kritik #8 – Erebos

FullSizeRenderWie am Freitag angekündigt, nun die Rezension zu Erebos.
Dieses Buch ist ein sehr packender Thriller, der aber nicht auf Horror, sondern auf Spannung ausgelegt ist. Die Autorin ist Ursula Poznanski, sie ist für ihre Thriller durch aus bekannt und belegte schon das ein oder andere Mal gute Plätze bei den Spiegel-Bestsellern.
Das Buch reiht sich in die Gesellschaft des Loewe-Verlags ein und hat 486 Seiten.
Zum Inhalt:
Nick geht in eine ganz normale Londoner Schule und ist ein ganz normaler 17-jähriger Jugendlicher. Doch auf einmal passieren komische Dinge, Leute verhalten sich komisch und ein unbekannter Gegenstand wird von Person zu Person rumgereicht. Nick wird neugierig und gibt alles um auch eines von den „Dingern“ in die Finger zu bekommen. Es stellt sich später heraus, dass es sich um ein Spiel handelt. Nein, um DAS Spiel.
Erebos ist genial wie auch gruslig.
 Es beobachtet dich, es spricht mit dir, es belohnt dich, es prüft dich, es droht dir.
 Und es hat auch ein Ziel: es will töten.
  Zusammen mit Emily erklärt Nick dem Spiel den Krieg. Und somit auch verdammt vielen Spielern.
Meine Meinung:
+: Holla, die Waldfee! Ein extrem spannendes Buch mit Suchtfaktor! Ich habe das Buch innerhalb eines Nachmittags gelesen und konnte es einfach nicht weg legen. Zum einen ist die Story aber auch verdammt packend, zum anderen fand ich die Charaktere allesamt sehr symphatisch. Außerdem ist es nicht vorhersehbar und inklusive vielen Überraschungen. Auch für die jenigen, die nicht so viel mit Computerspielen am Hut haben. Übrigens: auch hier, ist das Cover wieder wahnsinnig gut gestaltet. Ein Buch das mit sehr viel Liebe und Detaills überzeugen kann! Top!
: Zwischendurch ist es vom Mitdenken ein wenig anspruchsvoll, zwar machbar, aber nichts für die jenigen, die beim Lesen einfach komplett das Denken sein lassen wollen.
Empfehlenswert? Für Wen?
Absolut empfehlenswert für jeden! Okay, außer wie oben schon erwähnt, die Definitiv-Und-Unter-Gar-Keinen-Umständen-Denken-Wollende:)

Interesse?

bookahontas‘ Specials – verborgene Kunstwerke

Ich würde euch heute gern etwas zeigen, dem viele wahrscheinlich noch nicht so viel Beachtung geschenkt haben, wie die Sache es verdient hätte. Heute gehe ich auf die kleinen verborgenen Dinge in verschiedenen Büchern ein, die meistens total hochwertig sind, aber nicht selten überlesen werden.

Da hätten wir zum einen (und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass jeder schon mal etwas davon gehört hat) das Lied Hanging Tree. Es gehört der Panem-Trilogie an und wurde für eine gewisse Zeit Stammgast in den internationalen Charts. Im Buch wird es mehr oder weniger nutzlos eingebaut, aber es erzählt eine wunderschöne Geschichte. Hier der Text (in der Original-Version):
Are you, are you
Coming to the tree
They strung up a man
They say who murdered three.
Strange things did happen here
No stranger would it be
If we met at midnight
In the hanging tree.
Are you, are you
Coming to the tree
Where the dead man called out
For his love to flee.
Strange things did happen here
No stranger would it be
If we met at midnight
In the hanging tree.
Are you, are you
Coming to the tree
Where I told you to run,
So we’d both be free.
Strange things did happen here
No stranger would it be
If we met at midnight
In the hanging tree.
Are you, are you
Coming to the tree
Wear a necklace of hope,
Side by side with me.
Strange things did happen here
No stranger would it be
If we met at midnight
In the hanging tree.
Are you, are you
Coming to the tree
Where I told you to run,
So we’d both be free.
Strange things did happen here
No stranger would it be
If we met at midnight
In the hanging tree.
Are you, are you
Coming to the tree
They strung up a man
They say who murdered three.
Strange things did happen here
No stranger would it be
If we met at midnight
In the hanging tree.
Are you, are you
Coming to the tree
Where the dead man called out
For his love to flee.
Strange things did happen here
No stranger would it be
If we met at midnight
In the hanging tree.
Als zweites, habe ich mich für ein sehr tiefgründiges, erwachsenes Gedicht von Ursula Poznanski entschieden. Man findet es in ihrem tollem Buch Erebos (Rezension folgt am Sonntag) und wird auch hier wieder nur nebensächlich, ja fast nichtssagend erwähnt. Dennoch hat es wahnsinnig viel Stil und beherbergt auch wieder eine andere Welt, von der manche nur  träumen können.
Nacht
In meinem Bett
halte ich wache
hinter einem Palisadenzaun
von Kissen und Decken.
Mit weit geöffneten Augen
spähe ich nach flüsternden Geschöpfen,
die das Tageslicht scheuen,
dunkle Zwillinge meiner Gedanken.
Mit ausgestreckten Armen
taste ich nach Vertrautem
und finde nicht einmal mich selbst.
Nur die Gebetsmühle in meinem Kopf rattert
gleichmäßig, unverständlich, wahnsinnig
und ich bete um Waffenstillstand
zwischen Tag und Nacht,
um Sandkörner in den Augen
und das erste Licht des Morgens,
das bleich ist wie du.
Und, natürlich, konnte ich es nicht lassen ein Kunstwerk von meinem Lieblingsautor mit rein zu nehmen;) ich rede von Walther Moers und in seinem Buch „Die Stadt der träumenden Bücher“ kommt natürlich sehr viel literarisch-hochwertiges vor. So auch ein kleines Wunder, welches keine große Rolle spielt, mich aber dennoch wahnsinnig fasziniert und inspiriert hat. Lest selbst:
Der Schattenkönig
In tiefen kalten holen Räumen
Wo Schatten sich mit Schatten paaren
Wo alte Bücher Träume träumen
Von Zeiten als sie Bäume waren
Wo Kohle Diamant gebiert
Man weder Licht noch Gnade kennt
Dort ist’s wo jener Geist regiert
Den man den Schattenkönig nennt

Hey, ihr Lieben!
Mittlerweile die zweite Folge bookahontas‘ Specials! Dieses Mal mit einem etwas anderem, aber auch sehr wichtigem Thema, wie ich finde. Natürlich hoffe ich, dass euch die heutige Ausgabe gefallen hat und wünsche euch noch einen wunderschönen Tag! bookahontas ❤

Buchvorstellung/Kritik #7 – Da waren’s nur noch zwei

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Dieses Buch (ich würde es in das Genre Thriller packen) kommt aus Holland. Die Autorin Mel Wallis de Vries gewann damit zahlreiche Preise (u.a. „Das beste Buch der Niederlande“). Sie ist 1973 geboren und wird in ihrer Heimat als sehr bekannte Autorin gefeiert.

In Deutschland wurde das Buch mit dem Verlag one rausgebracht. Die gesamte Story liest man auf 285 Seiten.

Zum Inhalt:
Es ist kurz vor Weihnachten. Die Freundinnen Kim, Feline, Abby und Pippa fahren zusammen in den Urlaub. Sie alle könnten kaum unterschiedlicher sein, doch dennoch freuen sich alle wie verrückt auf den gemeinsamen Trip. In einem riesigen Ferienhaus wollen sie sich es so richtig gut gehen lassen. Plötzlich fängt es an zu schneien. Verdammt stark zu schneien. Schnell sind die Mädchen mehr oder weniger gefangen und sich selbst überlassen. Sie bekommen die Nähe durchaus zu spüren und allmählich kommt raus, dass alle vier ein Geheimnis haben. Sie fangen an sich selbst zu verlieren und merken erst wie sehr sie sich brauchen als die erste verschwindet. Kim ist wie vom Erdboden verschluckt und taucht nicht mehr auf. Auf Grund der Wetterverhältnisse und ein paar weiteren unglücklichen Fügungen kann die Polizei nicht verständigt werden. Am nächsten Tag verunglückt die nächste. Da waren’s nur noch zwei. Allmählich begreifen sie, dass sie unter ständiger Beobachtung stehen und nirgendwo mehr sicher sind.

Meine Meinung:
+: Als ich dieses Buch las, war es dunkel und ich allein im Haus. Großer Fehler! Diese Story ist recht gruslig und von Anfang an durchdacht (das gefällt mir sowieso immer sehr). Wer der Täter ist, bekommt man auch nicht direkt raus. Man hat Spaß – beziehungsweise Angst – beim Lesen und kann das Buch kaum weglegen. Ich muss ehrlich gesagt gestehen (und ich schwöre sonst mache ich das nicht), dass ich diesen Kauf auf Grund des tollen Covers beging. Es hat mich irgendwie sehr angesprochen und es war mal was anderes. Alles in allem: Top!

: Okay, bookahontas fängt mal wieder an zu meckern…;) Wer meine Rezension zu dem Buch Mädchenmeute gelesen hat, weiß dass ich es nicht ausstehen kann, wenn bei einem Buch (dass nicht gerade der Gattung Fantasy angehört) zu viel Skurrilitäten enthalten sind. Vielleicht ist das aber auch nur für mich ein Manko.

Empfehlenswert? Für wen? 
Ein Buch, für Mädels die gern auch mal die alte Liebesschnulze beiseite schieben, um sich ein bisschen zu gruseln.


Interesse?

Leseprobe
Das Buch bei Amazon
Weitere Bücher von Mel Wallis de Vries